Aal

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Wesentlichste Merkmale: Langgestreckter, schlangenähnlicher, vorn drehrunder, hinten seitlich zusammengedrückter, kräftiger muskulöser Körper; Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen langen, einheitlichen Flossensaum; Zwei kleine Brustflossen, keine Bauchflossen; Dicke, schleimige Haut, in der die winzigen, länglich ovalen, nicht zusammenhängenden Schuppen verborgen sind; Kleine Augen; Färbung bräunlich/schwarz, Unterseite weiß.
Lebensräume: Aale sind in allen Binnengewässern Europas und Nordafrikas verbreitet und werden auch in der Ost- und Nordsee gefangen. Keine Vorkommen gibt es im nördlichen Teil Skandinaviens und Russlands.
Lebensweise: Er bevorzugt Flüsse, Bäche und Seen mit weichem oder schlammigem Grund, in dem er sich gerne eingräbt. Der Boden muss dazu aber frei von Faulgasen sein. In der Dämmerung werden sie aktiv und gehen auf Nahrungssuche. In Flüssen suchen die Aale Bereiche, in denen das sauerstoffreiche Wasser vorbeiströmt. Sucht sich seinen Platz auch in sehr kleinen Fließgewässern. Ab Oktober sucht er sich ein Versteck und hält eine Art Winterruhe bis zum späteren Frühjahr.
Nahrung: Die Aale, die in Flussmündungen und im Brackwasser leben, ernähren sich von kleineren Tieren, wie Flusskrebsen, Würmern, Krabben, Insektenlarven etc., sie sind in der Regel kleiner und spitzköpfiger (Spitzkopfaale) als die reinen Süßwasser oder Flussaale. Letztere ernähren sich von größeren Tieren wie Flusskrebsen, Fröschen, kleinen Fischen und sogar Mäusen. Sie sind schnellwüchsig und breitköpfig und werden als Breitkopf- oder Raubaale bezeichnet.
Größe: Männliche Aale bis 50 cm lang und ca. 0,2 kg schwer, Weibchen dagegen bis 1,50 m lang und teilweise über 6 kg schwer.
Alter: 10 bis 15 Jahre, in geschlossenen Gewässern über 50 Jahre
Laichzeit: Der Aal als katadromer Wanderfisch verbringt den größten Teil seiner Jugendzeit im Süßwasser und wandert zur Fortpflanzung vermutlich (noch nie wurde er dabei beobachtet) in die Saragossasee (Westatlantik), wo die Paarung vermutlich in Tiefen von ca. 3.000 m erfolgt. Die Jungaale erreichen nach einer ein- bis dreijährigen Reise über den Atlantik (Golfstrom) als so genannte Glasaale die europäischen Küsten. Beim folgenden Aufstieg in die Binnengewässer können die 60 - 90 mm langen Jungaale dank ihren erstaunlichen "Kletterfähigkeiten" auch größere Hindernisse überwinden. Im dritten bis vierten Süßwasserjahr beginnt die Schuppenbildung. Während dieser Wachstumsphase werden die Aale als â��Gelbaaleâ�� bezeichnet, da die Seiten und der Bauch gelblich gefärbt sind. Nach vier bis zehn Jahren im Süßwasser verwandeln sich die Gelbaale in sogenannte Blank- oder Silberaale. Dabei vergrößern sich die Augen, der Kopf wird spitzer, die Haut auf dem Rücken dunkler, der Bauch silberglänzend. Sie stellen mehr und mehr die Nahrungsaufnahme ein, der Körper wird fest und muskulös. Sie bereiten sich für die große Wanderung zurück zu ihrem Geburtsort vor. Langsam beginnt nun auch die Entwicklung der Geschlechtsorgane. Man hat festgestellt, dass sich die Brackwasseraale überwiegend zu Männchen entwickeln, während die Flussaale hauptsächlich zu Weibchen werden.
Geeignete Angelmethode(n): Posen-, und Grundangeln. Empfehlenswerte Köder sind kleine Köderfische, (Tau-)würmer und Maden. In Nord- und Ostsee auch mit Wattwurm.
Geräteempfehlung: z.B. Grundruten mit einem Wurfgewicht von 30 bis 60 g, ca. 3,30 m lang; Schnur ca. 0,35er Monofil (weiche Schnur); Einzelhaken (langschenklig) Größe 6 - siehe auch Tabelle unten
empfohlene Köder: Wurmbündel, Köderfisch, Fischfetzen, Sie können aber auch mit exotischen Ködern wie z.B. Krabben aus dem Supermarkt Ihr Glück versuchen (aufpassen, Konservierungsstoffe dürfen nicht enthalten sein). In Norddeutschland sind geschälte Wollhandkrabben ein beliebter Köder, auch Krebse eignen sich sehr gut.
Fangtipp: In der Nordsee finden Sie Aale hauptsächlich im Stillwasser von Häfen, sowie an den Prielausläufen. Gute Stellen sind die Elbe- und Wessermündung am Rand des Fahrwassers, in Dänemark in den Schleusenvorbecken vor Torsminde und Hvidesande. In der Ostsee ziehen die Aale an der ganzen Küste entlang, gute Stellen sind auch hier Süßwassereinläufe und Hafenanlagen. Gutes Aalwetter sind Abende nach Gewittern, wenn sich durch das ablaufende Wasser das Gewässer trübt, auch ein bedecker Himmel, schwülwarme Witterung und etwas Wind sind ideal. Beim Aalangeln das Gerät lieber eine Nummer größer wählen, um nach einem Biss den Aal zügig von z.B. Ästen wegzubekommen. Bei einem festen Aal nicht an der Schnur reißen, der Aal ist (fast) immer stärker. Rolle ganz zu, strafen Sie die Schnur so, das die Rute einen Halbbogen bildet. Dann mehrfach kräftig mit der Handkante auf das Griffstück der Rute schlagen. Diese Vibrationen mag der Aal nicht und wenn Sie Glück haben, kommt er frei.
Beste Fangzeit: Mai (bester Monat) - September, in der Nacht sind die Fänge wesentlich besser als tagsüber.
Küchentipp / Zubereitung: Recht fettiges Fleisch (25 g je 100 g), daher der â��ultimativeâ�� Fisch zum Räuchern. Aale haben einen hohen Fettgehalt von ca. 25% bezogen auf die essbaren Teile. Weißes, grätenarmes Fleisch; Aale haben nur eine Mittelgräte. Aale aus belasteten Gewässern (z.B. Rhein, Oder, Elbe) sollten Sie nicht essen, er speichert die Schadstoffe im Fettgewebe.
Aalblut ist giftig, Vorsicht beim Ausnehmen und Zubereiten. Wenn es in offene Wunden, kann dies zu Lähmungen und Brechreiz führen. Erhitzen (Räuchern oder Braten) macht das Blut ungiftig.
Weitere Informationen: Die Hautatmung ermöglicht es ihnen, auch im Schlamm zu überleben, sowie in der Nacht über nasses Gras von einem Gewässer bis zu einem anderen, nahe gelegenen, zu gelangen. Solange die Haut feucht bleibt, kann er ca. 20 Stunden im Trockenen überleben. Aale haben eine recht schlechtes Seh- und Hörvermögen, der Geruchssinn ist jedoch hervorragend ausgebildet. Aale können Düfte auch noch in einer Verdünnung von 1:3 Trillionen wahrnehmen - das entspricht einen Tropfen auf die 58-fache Wassermenge des Bodensees
Noch bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts war der Aal häufig in allen deutschen Flüssen anzutreffen. Gewässerverbauungen, der um 1980 aus Ostasien eingeschleppte Schwimmblasenwurm (Anguillicola crassus) und nicht zuletzt der massenhafte Fang der Glasaale an den europäischen Küsten haben den Beständen zugesetzt.

Barsch

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Wesentlichste Merkmale: Gedungener und im Alter breiter Körper; olivgrüne Färbung und mehrere (5 bis 9) vertikale Streifen an den Seiten; zwei Rückenflossen, die vordere mit Stachelstrahlen, dunkler Fleck am Ende der ersten Rückenflosse; brustständige Bauchflossen; rote Färbung der Flossen (nicht Rückenflossen); kleiner Dorn am Ende der Kiemendeckel; sehr feste und kleine Schuppen; endständiges und bis zur Mitte der Augen gespaltenes und großes Maul mit kleinen Zähnen.
Lebensräume: Der Barsch kommt mit Ausnahme Spaniens, der westlichen Balkanhalbinsel, Italiens, Schottlands und Nordnorwegens in fast allen Binnengewässern Europas und im Brackwasser der Ostsee vor.
Der Barsch gehört zu den farbenprächtigsten Süßwasserfischen und ist in den Gewässern sehr häufig anzutreffen.
Lebensweise: Er ist ein anpassungsfähiger Standfisch von stehenden und langsam fließenden Gewässern mit hartem Grund. Flussbarsche kommen an den verschiedensten Standorten in fließenden und stehenden Gewässern vor. Das heißt, man findet sie in stilleren Tümpeln ebenso, wie in den Oberläufen von Bächen, in Flüssen sowie in Teichen und Stauseen.
Flussbarsche sind Schwarmfische, nur ältere Exemplare leben als Einzelgänger.
Nahrung: Junge Barsche leben meist in Ufernähe und ernähren sich von kleinen Wirbellosen (Würmer, Insekten, Schnecken) sowie von Fischlaich und -brut. Größere Exemplare halten sich bevorzugt in der Freiwasserzone auf und fressen vorwiegend Fische sowie gelegentlich auch Großkrebse. Dabei machen sie auch vor dem eigenen Nachwuchs nicht halt.
Größe: die Durchschnittsgrößen liegt bei 15 cm bis 30 cm, unter idealen Bedingungen kann er über 50 cm lang und über 3 kg schwer werden.
Alter: ca. 12 Jahre
Laichzeit: Erstreckt sich - je nach Gewässer - von März bis Juni, das Wasser muss ca. 10°C erreicht haben. Zur Laichzeit im Frühjahr versammeln sie sich zu größeren Schwärmen. Die Fische wandern teilweise kurze Strecken flussaufwärts, um an flachen Uferstellen abzulaichen. Hier werden die ca. 1,5 - 2,5 mm großen Eier (3.000 - 300.000/Weibchen oder ca. 45.000 Eier je kg Gewicht) in Form von langen, netzartigen Gallertschnüren an Wasserpflanzen, Steinen oder Ästen abgelegt. Die Brut schlüpft nach ca. einer Woche. Barsche werden nach ca. 2 Jahren geschlechtsreif. Bei güstigen Nahrungs- und Lebensbedingungen vermehren sie sich sehr schnell.
Geeignete Angelmethode(n): u.a. Posen- und Spinnangeln - siehe auch Tabelle unten
Geräteempfehlung: Naturköder: 3,30 m lange Teleskop- oder Matchrute, 20er monofile Schnur, 4 bis 6 g schwere Laufpose, Haken der Größe 6 bis 10; Kunstköder: leichte Spinnrute (20 bis 40 g Wurfgewicht) von 2,4 m Länge, 12er geflochtene Schnur, gut rotierende kleine oder mittlere Spinner - siehe auch Tabelle unten.
Empfohlene Köder: Empfehlenswerte Köder sind diverse Kunstköder (kleine und mittlere Wobbler, Spinner, Blinker) und kleine Köderfische am System. Wird auch häufig auf Wurm, Made oder Larven gefangen, meist aber nur kleine Exemplare damit. In Talsperren oder den Boddengewässern, sinnvoll ab 4 m Wassertiefe, können Sie den Barschen auch mit kleinen Pilkern oder Zockern bis zu 40 g nachstellen.
Fangtipp:
Gute Chanchen auf kapitale Barsche haben Sie auch Buchten und Boddengewässern an der Ostsee, er verträgt einen Salzgehalt von bis zu 0,8%. Fangzeiten sind das ganze Jahr, auch wenn die beste Zeit im Sommer und Herbst ist. Gute Stellen sind hier krautreiche Abschnitte mit Steinen. Topplätze sind die Darßer Bodden- gewässer, der Kubitzer Bodden im Strelasund und der Greifswalder Bodden.
Barsche sind Schwarmfische, so dass Sie nach dem Fang des ersten Barsches gute Chanchen auf weitere “Stachelritter” haben. Nur Grossbarsche sind Einzelgänger, oft stehen diese aber neben oder unter den Schwärmen. Barschschwärme erkennen Sie recht leicht an dem fächerförmigen auseinanderspritzen kleinerer Fische - die Barsche sind auf Beutezug.
Beste Fangzeit: ganzjährig zu fangen, Topzeit ist aber der Herbst
Küchentipp / Zubereitung: Wegen ihres wohlschmeckenden, festen und weißen Fleisches werden Barsche gern geangelt. Sie eignen sich gut zum Braten und haben einen Fettgehalt von etwa 0.7-0.9 g/100 g essbaren Anteil.
Weitere Informationen: Der Barsch ist kein schneller Schwimmer, jedoch recht ausdauernd. Er verfolgt seine Beute über weite Strecken. Diese versucht er von hinten zu packen und frisst diese auch mit dem Schwanz voran. Sie haben auch keine Scheu vor größeren Beutefischen. Kapitale Barsche sind fast immer Rogner.

Dorsch

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Wesentlichste Merkmale: Drei Rückenflossen, einen Bartfaden, zwei Afterflossen, marmoriertes Aussehen, Körper von dunklen Flecken überzogen. Hat ein großes Maul mit vielen kleinen Zähnen und einen Bartfaden an der Unterlippe. Die Grundfarbe der verschiedenen Dorscharten kann je nach Lebensraum stark variieren. So findet man in Seegrasregionen graugrüne bis olivgrüne Exemplare (Seegrasdorsche), in Algengebieten rötliche bis goldbraune (Rotdorsche) und in sandigen Zonen graue und sandfarbene Fische (Sanddorsche).
Lebensräume: nördliches Atlantik von Amerika bis Island, europäische Westküste, Nord- und Ostsee (hier mehrere lokale Rassen), selten in der östlichen Ostsee (zu geringer Salzgehalt)
Lebensweise: Der Dorsch ist ein Schwarmfisch und hält sich in Wasserschichten von 5 m - 600 m Tiefe auf, bevorzugt werden dabei Wassertiefen von 30 bis 90 m. Er hält sich in der Grundregion auf, wo er auch auf Nahrungssuche geht. Bevorzugt werden Wassertemperaturen von 2 bis 10Â� C.
Nahrung: Muscheln, Würmer, Krebse, kleine Fische
Größe: die Durchschnittsgrößen liegen bei 60 cm bis 80cm, mittlere Gewicht um die 2 kg, Längen bis 180 cm und Gewichte bis zu 55 kg sind möglich (arktischer Dorsch - von Berufsfischern gefangen), in unseren Breiten liegt der derzeitige Rekord von einem geangelten Dorsch bei knapp 29 kg, gefangen Anfang 2004 vom Angelkutter S Forelle. Der Angelrekord in Norwegen liegt bei 40,5 kg.
Alter: Der Dorsch wird 15 Jahre alt.
Laichzeit: Februar/März, der Dorsch kommt zum Laichen in Küstennähe. Ausgewachsene Rogner können bis zu 9.000.000 Eier haben, die einen Durchmesser von bis zu 1,5 mm haben. Durch eingelagerte Öltropfen schweben diese bis zum schlüpfen der Brut (2 bis 4 Wochen) frei im Wasser.
Das gezielte Angeln auf Laichdorsche ist verachtenswert und wird leider von verantwortungslosen Kuttereignern und hitparadengeilen Anglern gern betrieben.
Geeignete Angelmethode(n): Bootsangeln mit Pilker, Twister, Dorschfliege oder Naturköder; Brandungsangeln mit Naturköder - hauptsächlich Wattwurm.
empfohlene Köder: Pilker, Beifänger (Twister, Dorschfliegen), Naturköder (Fischfetzen),
Wattwurm (Brandungsangeln)
Fangtipp: Gute Fangplätze für Küstendorsche sind Bänke, Kanten (Gelbes Riff), Stein- und Geröllgrund, während bei Sand- oder Schlickgrund die Chanchen schlechter sind. Auch Wracks sind Top-Stellen. Der Köder muss immer knapp über dem Grund angeboten werden, im Mittelwasser fängt man keinen Dorsch. Beim Kutterangeln auf der Ostsee sollte flache Pilker von 40 bis 120 g ohne Beifänger eingesetzt werden. Diese werden mit kürzen Hüpfern über den Grund geführt. Bei Wassertiefen ab 40m (Nordsee, Dänemark, Norwegen) kommen kompaktere Pilker (z.B. Spitzkopf) zum Einsatz, je nach Tiefe und Strömung in Gewichten bis 500g. Diese können auch gut mit einem Beifänger, entweder an einem Seitenzweig oder mit einem Stück Schnur an Stelle des Drillings, gefischt werden. Kompaktere Pilker müssen weniger aktiv geführt werden, oft lässt man diese (beim angeln an der Lee-Seite) diese auch nur einfach über den Grund schleifen.
Beste Fangzeit: Gute Fangzeiten sind Mai/Juni in der Nordee rund um Helgoland und â��Gelbes Riffâ�� in Höhe von Hanstholm, in den Niederlanden ist die beste Zeit im Dezember und Januar. In der Ostsee sind die besten Monate Mai und Oktober. Gute Fangplätze hier sind der Breitgrund bei Kappeln, Gabelsflach in der Eckernförder Bucht, Fehmarn Belt (â��Tonne 5â��) und die Gewässer nördlich von Rügen.
Küchentipp / Zubereitung: Das weiße Fleisch ist mager und sehr gut im Geschmack. Es kann sehr vielfältig zubereitet werden, am einfachsten ist braten oder dünsten.
weitere Informationen: Der Kabeljau (in Norwegen heißt er Torsk, daher Dorsch) ist einer der bekanntesten Meeresfische. Er ist besonders im Nordatlantik in verschiedenen Stämmen verbreitet. Die zwei Hauptbestände sind die wandernde ozeanische und die stationäre Küstenrasse. Der Küstendorsch ist ein typischer Grundfisch, während die ziehende Rasse pelagisch lebt und weite Wanderungen unternimmt.
Dorsch ist nicht nur eine Delikatesse, sondern auch Medizin. Früher sprach man ihm aufgrund seines hohen Vitamingehaltes (Vitamin A und D) wundersame Heilkräfte zu, heute wird er in der pharmazeutischen Industrie als Stärkungsmittel verwendet. Die Dorschleber war es auch, die der norwegische Apotheker Peter Möller als Grundlage für Lebertran verwendete. In den 50er Jahren war Lebertran ein beliebter Vitaminspender für Kinder mit Vitaminmangel.
Der Dorsch aus dem Nordatlantik, auch der vor der norwegischen Küste, ist oft von Nematoden befallen.
Der Name Dorsch bedeutet Dörrfisch. Schon bei den Wikingern hatte getrockneter Kabeljau als Nahrungsmittel und Handelsware große Bedeutung. Bei den nordischen Völkern, insbesondere den Norwegern, ist er es heute noch. Dort kann man Dorsche sehen, die über Stangen hängend (Stockfisch) oder auf den Klippen ausgelegt (Klippfisch) in der Luft trocknen. Das Aufschneiden, Salzen und Trocknen ist eine der ältesten bekannten Methoden zur Konservierung von Fisch. Stock- und Klippfisch werden vor allem in südliche Länder exportiert, wo der Kabeljau in dieser Angebotsform lange haltbar ist. Vor dem Kochen wird der Fisch gewässert, damit er wieder Feuchtigkeit aufnimmt und wie frischer Fisch verarbeitet werden kann.
Und was überhaupt ist denn nun der Unterschied zwischen Dorsch und Kabeljau? Normalerweise wird der Jungfisch als Dorsch bezeichnet, der adulte (geschlechtsreife) Fisch als Kabeljau. Nur in der Ostsee ist es üblich, immer von Dorsch zu sprechen. Diese Praxis hat sich in den letzten Jahren unter Anglern aber auch für die Nordsee und den Atlantik durchgesetzt.

Flunder

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Wesentlichste Merkmale: Die Flunder besitzt einen ovalen, stark abgeflachten Körper mit kleiner Mundspalte. Beide Augen liegen auf einer Seite, meist rechts. Den Körper der Flunder bedecken kleine glatte Schuppen. Entlang der Seitenlinie und an der Basis der Rücken- und Afterflosse liegen dornige Hautwarzen. Die Augenseite ist grünlich oder bräunlich gefärbt und hat häufig große schwarze und kleine braune oder gelbe Flecken. Einzeln verstreut liegen auch orangefarbene Punkte. Die Blindseite ist weißlich und dunkel bestäubt. Die Schwanzflosse ist eckig geformt. Entsprechen der Gebiete kann die Färbung abweichen, die Flunder kann sich -wie alle Plattfische- dem Untergrund anpassen. Ähnlich der Scholle hat sie schmutzig gelbe oder rote Flecken, die aber nie so leuchtend wie die der Scholle werden. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal zur Scholle ist, das sie sich beim Streichen mit den Fingern sehr rauh anfühlt
Lebensräume: Die Flunder bewohnt die Küstengewässer des Eismeeres, der Nord- und Ostsee, des Atlantiks, des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres. Außerdem kommt sie im Brackwassergebiet der großen Flussmündungen vor (Kaulbarsch-Flunderregion). Der sehr küstennah lebende Plattfisch wagt sich weit in die ausgesüßten Wasserbereiche vor, so dass er sich gerne in Flussmündungen, Buchten, Fjorden und vor allem in der Ostsee aufhält. Flundern vertragen auch reines Süßwasser.
Lebensweise: Flundern sind gesellig lebende Grundfische (Form!), die die Flachwasserbereiche der Gezeitenzone sowie die Küstenbereiche bis zu 25 m Tiefe besiedeln. Die jungen Flundern wandern häufig sehr weit flussaufwärts. Flundern besiedeln am liebsten Sand-, Schlick- oder Mischgrund. Tags steht die Flunder bevorzugt im Schlamm von Flussmündungen oder Küstengewässern, mit Beginn der Dunkelheit wird sie aktiv, nähert sich dem Ufer und sucht Nahrung am von den Gezeiten aufgewirbelten Grund.
Nahrung: Im Süßwasser ernähren sie sich von Mückenlarven und Bachflohkrebsen, im Meer von Borstenwürmern, Muscheln, Garnelen und kleinen Fischen.
Größe: durchschnittliche Größe 20-30 cm, max. bis 50 cm, Gewicht bis zu 3 kg
Alter: 20 Jahre
Laichzeit: Liegt im Frühjahr (Januar bis April), die im Süßwasser lebenden Flundern wandern dann ins Meer zurück. Gelaicht wird in Wassertiefen um die 50 m. Die Eizahl beträgt ca. 400.000 - 2.000.000 mit einem Durchmesser von ca. 1 mm. Die Eier schweben frei im Wasser, dazu benötigen sie allerdings einen Salzgehalt von mindestens 10 o/oo, sonst sinken sie zu Boden und sterben ab. Die Jungflundern wandern dann in flachere Bereiche und ernähren sich dort von pflanzlischem und tierischem Plankton. Mit 1,5 bis 3 cm Körpergröße erfolgt die “Verwandlung” zum Plattfisch.
Geeignete Angelmethode(n): Die Flunder wird hauptsächlich, wie alle anderen Plattfischarten, mit Naturködern - in erster Linie mit Seeringel- und Wattwürmer - gefangen. Möglich ist der Fang vom Boot aus, aber auch Brandungsangeln, hier mit speziellen Brandungsgerät und -montagen, ist möglich. Beim Brandungsangeln werden spezielle “Buttvorfächer”, verziert mit bunten Perlen oder Fäden, Spinnerblättern und “Spin-o-glow” (Turbinen) verwendet.
Geräteempfehlung: Brandungsruten um die 4 m Länge, salzwasserfeste spezielle Stationärrollen (so genannte Brandungsrollen) mit besonders breiten Schnurfassungen; beim Bootsangeln ist eine normale Spinnausrüstung ausreichend. Wichtig sind langschenklige Haken, diese werden weithin “Butthaken” genannt.
empfohlene Köder: Seeringel- oder Wattwurm
Fangtipp: Als gute Reviere zum Plattfischfang gelten alle dänischen Inseln in der Ostsee, die Hohwachter Bucht, das Revier um Fehmarn, die Küste in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Graal-Müritz und Ahrenshoop und auf Rügen die Nordküste.
In der Nordsee sind die Molen auf Helgoland, die Hörns der friesischen Inseln und die Häfen der jütländischen Küste in Dänemark.
Beste Fangzeit: Mai bis September in der Nacht und den Dämmerungen, tagsüber döst die Flunder meist im Sand eingebuddelt, im Winterhalbjahr auch tagsüber aktiv
Weitere Informationen: Die Flunder ist der am häufigsten gefangenen Fisch in der Brandung. In Norddeutschland wird die Flunder auch häufig Butt genannt. Die Flunder stieg früher in alle größeren Flüsse regelmäßig auf, so in die Weser bis Hameln, in die Ems bis Lingen, in die Lippe bis Datteln und über den Rhein bis in die Mosel bei Trier. Einer Verbreitungskarte der Flunder in NRW lagen 1991 3 Fundortangaben zugrunde, die sich alle auf den Rhein beziehen. Inzwischen wurde auch ein Exemplar vor der Mainmündung gefangen.
In den Naturräumen Niederrhein, Kölner Bucht und Ballungsraum Rhein sind Flundern häufig, in den Regionen Westfälische Bucht, Weserbergland und Diepholzer Moorniederung, Rahder Geest und Mittelweser ist die Art dagegen verschwunden oder möglicherweise nie aufgetreten.
Aufgrund der früheren starken Verschmutzung der Flussunterläufe war die Flunder in Nordrhein-Westfalen ausgestorben. Seit dem Herbst 1986 wurde die Art wieder regelmäßig im Rhein gefangen. Dies dürfte zweifellos auf die verbesserte Gewässergüte zurückzuführen sein.

Hering

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Wesentlichste Merkmale: silberfarbe Färbung, auf dem Rücken blaugrünlich gefärbt (frisch gefangener Hering glitzert auch goldfarben an Kopf und Flanken); langgestreckter, schmaler Körper, der mit dünnen, silbrig glänzenden Schuppen bedeckt ist; Seitenlinie fehlt; deutlich hervorstehender Unterkiefer
Lebensräume: Nordatlantik, Nordsee, Ostsee; Schwarmfisch; Der atlantisch-skandinavische Hering kommt in drei separaten Arten vor: der norwegische Hering (im Frühling laichend), der isländische Hering (im Frühling laichend) sowie der sommerlaichende isländische Hering. In der Nordsee und im Skagerrak gibt es weitere Heringsbestände.
Lebensweise: Der Hering lebt meist fern der Küste, wo er sich tagsüber im tieferem Wasser (ca. 150 m bis 250 m Tiefe) aufhält und nachts an die Oberfläche aufsteigt. Nur zum laichen kommt an nah an die Küste. Heringe sind Schwarmfische, die Schwärme umfassen teilweise zig-tausende Fische umfassen.
Nahrung: Hauptnahrung sind Copepoden, kleine Krebse, die im Plankton leben; frisst jedoch auch kleine Krabben und Fische.
Größe: bis 40 cm groß und ca. 800 g schwer, durchschnittlich um die 250 g
Alter: wird bis zu ca. 10 Jahren alt
Laichzeit: Ostseehering im Frühjahr, Nordseehering im Herbst. Der Herig laicht in Grundnähe, die Rogner legen dabei bis zu 50.000 Eier, die zum Grund absinken und dort einen Teppich bilden. Nach ca. 2 Wochen schlüpfen die schuppenlosen, durchsichtigen Larven, die zur Oberfläche aufsteigen und dort im Plankton treiben. Nach wenigen Wochen sind diese ca. 5 cm groß und werden von der Strömung in die Küstengewässer getrieben. Mit einem Alter von ca. einem Jahr ziehen die Jungfische dann in tieferes Wasser. Geschlechtsreif wird der Hering mit ca. 2 bis 3 Jahren, erst dann stoßen die Jungfische zu den großen Schwärmen und beteiligen sich an den Wanderungen der Schwärme.
Geeignete Angelmethode(n): Paternostersystem, es gibt eine Vielzahl von speziellen Heringspaternoster- systeme im Handel. Hier sind bis zu 5 Haken an einem Vorfach gebunden, meistens mit kleinen Glitterartikeln versehen
Geräteempfehlung: Ruten mit weicher Spitze, Stationärrollen gefüllt mit monofile Schnur (Heringe haben ein weiches Maul und schlitzen sehr schnell aus)
empfohlene Köder: spezielle Heringspaternoster
Fangtipp: Zum Heringsfang müssen Sie nur wissen, wann und wo der Hering kommt. Meldungen dazu finden Sie zuverlässig im
Forum.
Beste Fangzeit: Beste Fangzeiten sind in der Ostsee Mitte März bis Ende April, der laichbereite Hering kommt dann in Massen an die Küste. Mit der Meereserwärmung im Frühjahr vermehrt sich das Plankton, so daß der abgemagerte Winterhering ein fast unerschöpfliches Futterreservoir vorfindet. Bis zum Sommeranfang ist er prall gefüllt mit Wuchs- und Aufbaustoffen, die er braucht, um später „Milch“ (Samen) oder Rogen (Eier) bilden zu können. Etwa ab August machen Milch bzw. Rogen bis zu einem Fünftel seines Gewichts aus. Nach dem Ablaichen im Herbst beginnt er wieder den neuen Zyklus und setzt Fett an.
Küchentipp / Zubereitung: Der Hering ist ein schmackhafter Speisefisch und wird frisch, geräuchert oder konserviert als eingelegter oder marinierter Hering gegessen. Er muss aber unmittelbar nach dem Fang verwertet werden, da er schnell verdirbt. Der Fettgehalt beträgt, je nach Jahreszeit, 10 bis 30%.
weitere Informationen: Kein anderer Fisch hat in der Geschichte eine so große wirtschaftliche und politische Bedeutung gehabt wie der Hering. Im Mittelalter hat er die Menschen oftmals vor Hungersnöten bewahrt. Die Dänen waren die ersten, die den Hering in großen Mengen fingen und durch ihn zu Reichtum gelangten. Seinetwegen fanden zwischen England und Holland Kriege statt. Auch der Aufstieg der Hanse war eng mit dem Hering verbunden.
Schon um das Jahr 1000 soll Bischof Otto von Bamberg das Salzen von Heringen zum Haltbarmachen „entdeckt“ haben. Damit wurde eine neue Phase der Fischwirtschaft und der Seefahrt eingeleitet: Die Haltbarkeit gesalzener Fische erlaubte längere und weitere Seereisen als vorher möglich.
So hat der Salzhering mitgeholfen, neue Kontinente zu entdecken und Handelswege zu erschließen. Durch das Salzen wurde der bis dato leicht verderbliche Hering auch zu einem wichtigen „Exportartikel“, der bis tief nach Rußland, in die Alpenländer und auf den Balkan geliefert wurde.

Hecht

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Wesentlichste Merkmale: Lang gestreckter, walzenförmiger und seitlich nur mäßig abgeflachter Körper (stromlinienförmig). Relativ langer Kopf mit einem entenschnabelähnlichen und oberständigen Maul; große und weit nach hinten verlagerte Rücken- und Afterflosse. Olivgrüne Färbung und weisser Bauch, die Zeichnung auf dem Körper ist sehr unterschiedlich. Großes Maul mit in mehreren Reihen angeordneten spitzen und scharfen Zähnen.
Lebensräume: Die Verbreitung des Hechtes erstreckt sich über Nordasien und Europa (nicht im Hohen Norden und auf der Iberischen Halbinsel), in Nordamerika gibt es eine verwandte Art - den Muskie. In Europa existiert nur eine Art dieser Fischfamilie.
Lebensweise: Der Hecht kommt in allen Gewässern Mitteleuropas vor, die dem Raubfisch genügend Lebensmöglichkeiten bieten. Bei ausreichendem Nahrungsangebot ist er ein Standortfisch und zeigt ein ausgeprägtes Territorialverhalten (standorttreu), bei geringem Nahrungsangebot wandert er aber auch im Gewässer umher. Der bevorzugte Lebensraum des Hechtes liegt in den vegetationsreichen Uferzonen stehender oder langsam fließender Gewässer. Hier lauert er zwischen den Wasserpflanzen, unter Uferböschungen oder in versunken Bäumen/Ästen auf Beute, zu der er aus seinem Unterstand “sprintet”. Hechte gibt es auch in schwach salzigen Bodden an der Ostseeküste (vor allem Deutschland, Polen und Schweden).
Nahrung: In der Jugend tierisches Plankton und Fischbrut, später Fische aller Art, Frösche, Vögel und sogar kleine Säugetiere; ernährt sich auch kannibalisch von eigenen Artgenossen.
Größe: Die Durchschnittsgrößen liegen bei 50 cm bis 100 cm, Längen bis 150 cm (Weibchen) und 100 cm (Männchen) oder Gewichte von ca. 25 kg sind möglich.
Alter: Im Normalfall selten älter als bis 15 Jahre, bis zu 30 Jahre wurde aber auch nachgewiesen.
Laichzeit: Zur Fortpflanzung im Frühjahr (Februar bis April - Wassertemperatur muss unter 8° liegen) werden Bereiche geringer Tiefe oder überschwemmte Riedwiesen aufgesucht, und die an Wasserpflanzen heftenden Eier abgelegt (bis 20.000 pro kg Körpergewicht). Die nach 10 - 15 Tagen schlüpfenden Larven bleiben die ersten Tage an Pflanzenstängeln haften. Als Jungfischchen ernähren sie sich von Kleinkrebsen, aber nach 4 - 5 Wochen, mit einer Länge von ca. 5 cm, erfolgt die Umstellung auf Fisch als Hauptnahrung. Geschlechtsreif wird der Hecht nach 1 bis 2 Jahren.
In vielen Gewässern kann sich der Hecht nicht fortpflanzen, da dort durch das Hochwasser überschwemmte Wiesen fehlen. In Talsperren ist durch den schwankenden Wasserstand z.B. keine Reproduktion möglich.
Geeignete Angelmethode(n): Spinn- und Schleppangeln. Empfehlenswerte Köder sind diverse Kunstköder (große Wobbler, Spinner, Blinker, Gummifisch) und Köderfische am System. In den Boddengewässern auch leichte Pilker (30 bis 60 g).
Empfohlene Köder: Köderfisch, diverse Kunstköder
Fangtipp: Gute Fangplätze an der Ostsee sind der Kubbitzer und der Greifswalder Bodden und der Strelasund.
Beste Fangzeit: Mai - Dezember
Küchentipp / Zubereitung: keine, Hechte sollten immer zurückgesetzt werden
Weitere Informationen: Der Hecht kann schnell beschleunigen, 60% der Körpermasse bestehen aus Muskeln. Die extrem weit hinten liegende Rückenflosse und die große Schwanzflosse verleihen ihm eine großes Beschleunigungsvermögen.
Der Hecht lauert, im Kraut versteckt, seiner Beute auf und fällt diese mit einem rasanten Spurt an. Dabei verlässt er sich auf sein hervorragendes Sehvermögen, im trüberen Wasser auch auf den überdurchschnittlich entwickeltem Geruchssinn. Die Zähne am Oberkiefer können nach innen “geklappt” werden, um Beute besser schlucken, aber nicht wieder entkommen lassen zu können, mit dem beweglichem Kiefer kann er auch große Beutefische “am Stück” verschlingen. Die Beute wird meist quer gepackt, gedreht und mit dem Kopf voran geschluckt. Männliche Hechte überschreiten selten ein Gewicht von 4,5 kg, alle gefangenen “Meterhechte” sind weibliche Hechte (Hechtoma). Der Hecht wächst sehr schnell, für 1 kg Körpergewicht benötigt er 5 - 8 kg Fische. Der Hecht frisst am liebsten Fische, die etwa ein Zehntel bis ein Fünftel seines eigenen Körpergewichtes haben. Er frisst pro Jahr insgesamt etwa das Zweieinhalbfache seines Körpergewichtes. Davon frisst er die Hälfte unmittelbar nach dem Laichgeschäft, etwa um den April herum.

Hornfisch

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Wesentlichste Merkmale: sehr schlanker Körper; Rücken leuchtend grünlich-blau, Bauch silbrig gefärbt; weit hinten liegende Rücken- und Afterflosse, Schwanzflosse tief gegabelt, After- und Rückenflosse direkt vor dem Schwanz; langes, schnabelförmiges Maul gespickt mit mehreren Reihen von scharfen kleinen Zähnen; grünliche Färbung der Gräten
Lebensräume: Nordostatlantik, europäische Westküste, Ost- und Nordsee, Vorkommen auch im Mittelmeer (Belone belone gracilis) und im Schwarzen Meer (Belone belone euxini) - beide sind Unterarten.
Lebensweise: Der Hornhecht ist ein Schwarmfisch, der sich meist dicht unter der Wasseroberfläche aufhält. Im Winter bevorzugt er tiefere Wasserregionen, wogegen er in den Sommermonaten das Küstengewässer aufsucht.
Nahrung: kleine Fische
Größe: die Durchschnittsgrößen liegen bei 70 cm (Alter 3 bis 4 Jahre), das Gewicht beträgt dann um die 350 g; werden bis zu 90 cm groß, das maximale Gewicht beträgt ca. 1,5 kg
Alter: ca. 15 Jahre
Laichzeit: Frühsommer, angeln lässt sich der Hornhecht nämlich erst ab der Laichzeit, wenn er aus der Tiefe der Meere in Küstennähe kommt, um über Seegraswiesen für den Nachwuchs zu sorgen. Beim Laichen legen die Rogner einige tausend Eier ab, die sich mit langen Fäden an Algen, Tang oder Treibgut befestigen.
Geeignete Angelmethode(n): Spinnfischen, einige Spezies verführen den Hornhecht auch mit der Fliegenrute.
Geräteempfehlung: Weiche, sensible Spinnrute, ca. 3 m
mit 10 bis 20 g Wurfgewicht und mittlere Stationärrolle mit 20er monofiler Schnur. Gut gehen auch 4 bis 5 m lange Sbirolino-Ruten, wie sie oft am Forellensee eingesetzt werden.
empfohlene Köder: Lange, schlanke Köder (Blinker) oder Naturköder (Fetzenköder). Eine gute Montage ist ein länglicher Fetzenköder (Hering, Makrele etc.), befestigt an einem Vorfach mit langsam sinkenden Sbirolino.
Fangtipp: Gute Fangplätze an der Nordsee sind die seewärtigen Strände der friesischen Inseln, die Molen auf Helgoland und so gut wie alle Molen und Häfen an der dänischen Küste bis nach Skagen. Gute Fänge auch an den Küsten in der Niederlande. Fangzeiten an der Nordsee sind immer die Zeiten bei aufkommender Flut.
In der Ostsee ist so gut wie an jeder Mole oder Seebrücke der Fang von Hornhecht möglich, an der Schleimündung, Fehmarn, im Kieler Hafen, die Hohwachter und Lübecker Bucht oder auch die Bodden rund um Rügen und der Strelasund - alles Hornhechtland.
Leopardengrund (sandiger Grund mit bewachsenen Steinen) ist immer ein guter Platz, hier jagen die Hornhechte. Er jagt nach Sicht und ist damit tagsüber am besten zu überlisten.
Beste Fangzeit: Ist von Mai bis Juli, der Hornhecht steht dann an der Küste. Ab August zieht er sich wieder in tiefe Wasserregionen zurück.
Küchentipp / Zubereitung: Sehr leckeres Fleisch, man darf sich nur nicht von den vielen und grünen Gräten irritieren lassen, die sich bei der Zubereitung (Wärme) entsprechend färben. Speziell an der Ostsee wird der Hornhecht gern geräuchert oder auch sauer eingelegt. Letzteres ist auf Grund der zahlreichen Gräten die zu bevorzugende Methode.
Weitere Informationen: Neben guten Plätzen an Molen und Seebrücken kann man den Hornhecht auch mit einem Belly Boat gut nachstellen. In 100 bis 200 m Abstand vom Ufer steht man schon mitten zwischen den Hornhecht-Trupps.
Hornhechte können sehr schnell schwimmen und sie sind äußerst beweglich. Auf der Flucht vor Thunfischen oder Delphinen kann man diese gelegentlich aus dem Wasser springen sehen.

Lachs

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Wwesentlichste Merkmale: lang gestreckter kräftiger und torpedoförmiger Körper; relativ kleiner Kopf (1/6 der Körperlänge); graugrüne bis bräunliche Färbung auf dem Rücken; Seite des Fisches silbern und oft überzogen von einem rötlichen Farbton; Maul mit vielen scharfen Zähnen; schmaler Schwanzstiel und breite Schwanzflosse mit Punkten.
Lebensräume: Der atlantische Lachs kommt im Nordatlantik (südlich bis zu den britischen Inseln) und den angrenzenden Meeren, wie der Nord- und Ostsee vor. Der Lachs kommt ebenso in den Zuflüssen vor (siehe Laichzeit).
Lebensweise: Der Lachs ist ein Wanderfisch, der zur Laichzeit immer wieder in seinen Geburtsfluss zieht und dabei umfangreiche Hindernisse überwinden muss. Nach 1-5 Jahren wandern die Jungfische ins Meer. Dort ernähren sie sich zuerst von Kleinkrebsen, Insekten und Würmern, später dann räuberisch von Fischen.
Der Lachs - als die größte einheimische Salmonidenart - ist ein anadromer Wanderfisch, der seine Wachstumsperiode im Meer verbringt, zur Vermehrung dann aber ins Süßwasser zieht. Lachse fressen nicht im Süsswasser. Die Hauptnahrung im Meer besteht aus Fischen und Garnelen. Hierbei wird eine Gewichtszunahme bis zu 4 kg/Jahr erreicht.
Nahrung: Nahe der Meeresoberfläche streifen sie als Raubfische umher und ernähren sich von Kleinfischen (wie von Heringen und Sprotten) und Krebstieren.
Größe: die Durchschnittsgrößen liegen bei 80 cm, dass Durchschnittsgewicht bei 5 kg; Längen bis 150 cm (Milchner) und Gewichte bis 35 kg sind möglich
Alter: bis max. 10 Jahre, durchschnittlich 4 bis 6 Jahre
Laichzeit: Zum Laichen (Oktober-Januar) wandern die Lachse zielstrebig in ihre Ursprungsgewässer zurück. Auf diesem Weg können sie bis zu zwei Meter hohe Hindernisse überspringen. Sie orientieren sich anhand des Geruchssinnes und suchen zum Ablaichen die Gewässeroberläufe auf, aus denen sie selbst stammen. Während der Laichwanderung nimmt der Lachs keine Nahrung mehr auf. Die verschiedenen Aufstiegszeiten ("Sommer- und Winterlachse") sind abhängig von Alter, Größe und Geschlecht der Fische. Im Oberlauf der Gewässer (Forellen- und Äschenregion) hebt das Weibchen auf geeigneten Kiesbänken eine 15 bis 30 cm tiefe Laichgrube aus. Sobald diese fertig ist schwimmt das wartende Männchen heran und gemeinsam werden Milch und Eier in die Laichgrube gegeben. Die 5-7 mm großen Eier (2.000 Stück/kg Körpergewicht) werden wieder mit Kies bedeckt. Danach sterben die meisten Elterntiere ab, nur einer von tausend Lachsen laicht bis zu dreimal. Die Überlebenden wandern ins Meer zurück. Je nach Wassertemperatur dauert es 80 bis 200 Tage bis zum Schlupf. Die jungen Lachse (Parrs) ernähren sich Anfangs noch von anhängenden Dottersack und verbringen dann meist ein bis zwei Jahre im Süßwasser und ernähren sich hier von Kleinkrebsen und Insekten. Als sogenannte Smolts, oder auch Sämling genannt, (ca. 15 cm groß) machen sie sich dann wieder auf den Weg zum Meer. Hier bleiben sie ein bis vier Jahre, bis sie die Laichwanderung zurück in die Flüsse antreten. Die Laichhabitate liegen in den Oberläufen der Äschen- und Forellenregion, in sauerstoffreichen Bächen und kleinen Flüssen mit einem guten Angebot an durchströmten Kiesarealen. Auch die Jungfische bevorzugen diese rasch strömenden, kühlen und sauerstoffreichen Gewässerabschnitte.
Lachs oder Meerforelle? Lachs: Oberkiefer bis Augenhöhe - Schwanzflosse ist konkav eingeschnitten - dünner Schwanzstiel - wenige schwarze Punkte, immer oberhalb der Seitenlinie. Meerforelle: Oberkiefer bis hinter die Augen - Schwanzflosse ist gerade geschnitten - dicker Schwanzstiel - viele schwarze Punkte auf der gesamten Flanke.
Geeignete Angelmethode(n): Schleppfischen
Geräteempfehlung: stabile Rute, Multirolle, Schnur mindestens 0,35
Empfohlene Köder: schlanke Blinker (Toby) 15 bis 40g, Spinner und Wobbler
Fangtipp: Vernüftige Aussichten auf Lachs hat man lediglich im Meer. Problem bei der Angelei im Süsswasser ist, dass der Lachs dann keine Nahrung mehr aufnimmt und damit die angebotenen Köder auch größtenteils ignoriert. Lediglich im Bereich der Flussmündungen in das Meer bestehen halbwegs erfolgreiche Aussichten, hier schnappen die Lachse sich noch am Ehesten den ein oder anderen Köder.
Küchentipp / Zubereitung: Frischer Lachs in Scheiben oder als Filet sind vorzüglich zum Grillen, Dünsten in Folie oder backen geeignet. Ganze kleine Fische lassen sich auch räuchern. Der Lachs ist ein beliebter Speisefisch. Dies treibt die Industrie dazu, den Begriff Lachs inflationär zu verwenden. Viele im Handel erhältlichen Lachsarten, wie der Seelachs oder die Lachsforelle haben mit dem Lachs nicht das geringste zu tun.
Auch Zuchtlachs, so gut wie jeder im Handel angebotene Lachs kommt aus Zuchtanlagen, wird mit verkaufsfördernden Namen versehen.
Weitere Informationen: Aus seinem früheren Verbreitungsgebiet in Nord- und Ostsee ist er durch die Verschmutzung der Süßwasserzuflüsse immer mehr verschwunden. Lachse werden heute wild nur noch im Nordatlantik, in Amerika und in Eurasien gefangen. Die Sanierung der Flüsse durch Kläranlagen, baulichen Maßnahmen an Flusskraftwerken sowie Aussetzungsversuche lassen Hoffnung aufkommen, dass der Lachs wieder heimisch wird. Lachse waren früher in Deutschland weit verbreitet. Aktuell gibt es noch keine selbsttragenden, von Besatz unabhängige Populationen. Seit 1988 wird z.B. systematisch die Wiederansiedlung des Lachses in NRW betrieben (Wanderfischprogramm NRW). Vor allem im Siegsystem und Wupper mit Dhünn konnten bisher zahlreiche Rückkehrer, sowie eine erfolgreiche Reproduktion nachgewiesen werden.
Bereits die Römer nannten den Lachs salmo - von salire (springen). Die Namensgebung rührt von der Fähigkeit her, während der Laichwanderung hohe Hindernisse zu überspringen.

Meerforelle

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Wesentlichste Merkmale: lang gestreckter torpedoförmiger Körper; Rücken dunkelgrau bis blaugrau und silberweißer Bauch; Seiten grausilbern mit zahlreichen schwarzen Punkten (auch auf dem Kiemendeckeln).
Lebensräume: An den Atlantikküsten Europas vom Nordmeer bis nach Portugal. Kommt auch in angrenzenden Meeren und Zuflüssen vor. In der Ostsee von Dänemark bis hin nach Rügen sehr gute Chancen durch umfangreichen Besatz (in Dänemark).
Lebensweise: Die Meerforelle ist ein anadromer Wanderfisch, der in seiner Lebensweise und seinem Verhalten dem Lachs sehr ähnlich ist. Allerdings unternimmt die Meerforelle im Meer keine so ausgedehnten Wanderungen und steigt zum Laichen auch nicht bis in die kleinsten Flüsse auf. Sie halten sich bevorzugt in Küstennähe auf.
Nahrung: Fische, Würmer, Krebse, Insekten
Größe: die Durchschnittsgrößen liegen bei 60 cm, das Durchschnittsgewicht bei 2,5 kg; Längen bis 130 cm und Gewichte über 15 kg sind möglich
Alter: bis zu 15 Jahre, in der Regel jedoch nur 5 Jahre
Laichzeit: Die Meerforellen steigen ab dem Herbst in die Flüsse auf. Die Vermehrung erfolgt im Winter (November-Dezember) auf kiesigem Untergrund in der Barben- und Äschenregion. Der Rogner schlägt dazu mit der Schwanzflosse ein Laichbett in den Kies, dass nach der Eiablage (ca. 1.500/kg Körpergewicht) wieder bedeckt wird. Im Gegensatz zum Lachs laichen die meisten Meerforellen mehrmals in ihrem Leben ab. Die Larven schlüpfen, je nach Wassertemperatur, nach 2 bis 3 Monaten, sie bleiben im Kies versteckt bis der Vorrat im Dottersack erschöpft ist. Die Jungfische bleiben 2-4 Jahre im Süßwasser und wandern dann ins Meer ab. Hierbei können sie Strecken bis zu 40 km/Tag zurücklegen. Aus nicht bekannten Ursachen ziehen einige, noch nicht geschlechtsreife, Jungfische ebenfalls mit stromaufwärts. Diese werden in Dänemark Grønlænder, in England whitling, finnock, ferling oder slob troet genannt.
Lachs oder Meerforelle? Lachs: Oberkiefer bis Augenhöhe - Schwanzflosse ist konkav eingeschnitten - dünner Schwanzstiel - wenige schwarze Punkte, immer oberhalb der Seitenlinie. Meerforelle: Oberkiefer bis hinter die Augen - Schwanzflosse ist gerade geschnitten - dicker Schwanzstiel - viele schwarze Punkte auf der gesamten Flanke.
Geeignete Angelmethode(n): Spinnfischen vom Ufer aus, hierfür gibt es spezielle â��Meerforellenblinkerâ��. Fliegenfischen, Naturköder an Sbirulino oder Wasserkugel und Schleppfischen (Bootsangeln) sind weitere gängige Angelmethoden.
Geräteempfehlung: 3 m Spinnrute um die 20 g Wurfgewicht, Stationärrolle mit 200 m 25er-Schnurfassung
Empfohlene Köder: schlanke Blinker, Küstenwobbler
Fangtipp: Im Winter stehen die Meerforellen im Brack- oder Süßwasser, im Frühjahr in den flachen Uferpartien und im Sommer dann im tieferen Wasser. Erst abends kommen sie dann wieder in Reichweite der Uferangler.
Gute Stellen sind dort, wo klares Wasser mit wechselnden Bewuchs auf kiesigem Grund vorkommt Leopardengrund). An der Nordsee sind die Hörns der friesischen Inseln und die Ufer an Flussmündungen gefragt. In der Ostsee natürlich die süddänischen Gewässer und Fehmarn. Weitere bekannte Fangplätze liegen am Strand bei Großenbrode, bei der Eckernförder Bucht und an den Stränden rund um Rügen. Rund um Bornholm werden regelmäßig kapitale Exemplare beim Schleppen gefangen.
Beste Fangzeit: ab Juni bis Oktober in Flüssen (Fang auf Aufsteiger), Februar bis April im Meer (Fang der Absteiger und Überspringer)
Küchentipp / Zubereitung: Sehr leckeres Fleisch, dass mit allen diversen Zubereitungsarten (backen, dünsten etc.) verarbeitet werden kann.
Weitere Informationen: Auf der Grundlage genetischer Untersuchungen werden die Bach- und die Meerforellen in letzter Zeit zu einer Art zusammengefasst. Bei der Meerforelle handelt es sich hierbei um die anadrome Wanderform, die sich stets aus Bachforellenbeständen, die standorttreu sind, entwickelt. Früher glaubte man in Mitteleuropa 10 eigenständige Arten klassifizieren zu können, im Zuge der wissenschaftlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte wurde dies jedoch revidiert. Wie der Lachs auch suchen die Meerforellen zum laichen ihre Geburtsflüsse wieder auf. Die Trefferquote ist jedoch deutlich geringer, so fängt man Meerforellen in Flüssen, die noch nie einen Bestand hatten. Die so genannten Lachsforellen sind hauptsächlich ordinäre Regenbogenforellen aus Zuchtanstalten, die mit roter Farbe gefüttert und verkaufsfördernd mit diesem Namen belegt (teuer) verkauft werden. In den Küstengebieten kommen aber vereinzelt auch echte Lachsforellen, ein Bastard aus Lachs und Meerforelle, vor.

Steinbutt

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Wesentlichste Merkmale: Der Körper des Steinbutts ist im Gegensatz zur Scholle, Kliesche und Flunder fast kreisrund. Die Oberseite ist sandfarben mit einer Vielzahl von Flecken und hat vielen knorpeligen Erhebungen, die Unterseite ist weiß und glatt. Wie bei den anderen Plattfischen hat der Steinbutt auch die umlaufende Rücken- und Afterflosse. Auffällig sind auch die asymmetrischen Bauchflossen, die große Maulspalte (das Maul ist mit vielen kleinen, scharfen Zähnen besetzt) und die über der Brustflosse stark gekrümmte Seitenlinie. Er ist linksäugig.
Lebensräume: Verbreitungsgebiet des Plattfisches ist der gesamte Nordostatlantik von Mittelnorwegen bis an die marokkanische Küste, die Nordsee und die westliche Ostsee. Vorkommen auch im Mittelmeer, dort und im Schwarzem Meer gibt es die Unterart Schwarzmeer-Steinbutt Psetta maeotica.
Lebensweise: Der Steinbutt lebt in 10 - 70 m Tiefe auf sandigen, gemischten oder steinigen Bodengrund. Jungfische ziehen das flache Wasser vor, während sich die älteren Fische in tiefere Regionen zurückziehen. Gräbt sich gern in den Grund ein.
Nahrung: Die Nahrung besteht hauptsächlich aus anderen Grundfischen (z.B. Sandaalen), Garnelen, Krebstieren und Muscheln
Größe: Die Durchschnittsgrößen liegen bei 50 cm, Längen bis 100 cm und Gewichte um die 20 kg sind möglich (nur Rogner), durch das gnadenlose Fischen der Berufsfischer aber extrem selten.
Alter: bis zu 22 Jahre ist bewiesen
Laichzeit: Der Steinbutt wird im fünften Lebensjahr geschlechtsreif; er laicht in den meisten Gewässern seines Verbreitungsgebietes von April bis August in 10 bis 40 Metern Tiefe. Die Zahl der Eier ist groß und liegt bei ca.
10 bis 15 Millionen. Die Eier werden freischwebend gelegt, die Brut schlüpft innerhalb von 10 Tagen. Diese hält sich mehrere Monate im Freiwasser auf, die Larven ernähren sich während dieser Zeit von Planktonkrebsen. Bei 2,5 cm Länge gehen die pelagischen Larven im flachen Wasser der Küstenregionen zum Grundleben über. Wie bei allen Plattfischen sind die Larven zunächst symmetrisch gebaut und schwimmen aufrecht im Wasser. Erst im Laufe der weiteren Entwicklung wandert das eine Auge über die Rückenseite des Kopfes auf die andere Körperseite hinüber, die Jungfische beginnen nun quer auf einer Seite liegend zu schwimmen.
Geeignete Angelmethode(n): Der Steinbutt wird hauptsächlich, wie alle anderen Plattfischarten, mit Naturködern gefangen. Speziell den Steinbutt kann man mit Sandaal (aber auch mit Herings- oder Makrelenfetzen), angeboten an einen Haken Größe 4/0 bis 6/0, sehr gut fangen. Möglich ist der Fang vom Boot aus, aber auch Brandungsangeln, hier mit speziellen Brandungsgerät und -montagen, ist möglich. Beim Brandungsangeln werden spezielle Buttvorfächer, verziert mit bunten Perlen oder Fäden, Spinnerblättern und Spin-o-glow (Turbinen) verwendet.
Geräteempfehlung: mittlere Bootsrute, stabile Rolle mit 35er bis 40er monofiler Schnur
Empfohlene Köder: Sandaale, schmale Fischfetzen - Hauptsache dieser bewegt sich in der Strömung heftig
Fangtipp: Als gute Reviere zum Plattfischfang gelten alle dänischen Inseln in der Ostsee, die Hohwachter Bucht, das Revier um Fehmarn, die Küste in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Graal-Müritz und Ahrenshoop und auf Rügen die Nordküste. In der Nordsee sind die Molen auf Helgoland, die Hörns der friesischen Inseln und die Häfen der jütländischen Küste in Dänemark. Als aussichtsreichste Stellen auf Steilbutt gelten jedoch die britischen Kanalinseln. Hier kann man beim Bootsangeln wahrlich kapitale â��Tellerâ�� anlanden. Zum Brandungsangeln bietet sich die Ooster- und Westerschelde in Zeeland (Niederlande) an.
Gute Stellen sind überall dort, wo ein gleichförmiger Untergrund sich plötzlich ändert und starke Unregelmäßigkeiten aufweist. Dazu zählen Riffkanten, Wracks, Rinnen oder Bänke. An solchen Stellen â��stehtâ�� der Steinbutt, den weite Beutezüge unternimmt er als standorttreuer Fisch nicht. Wenn Sie dann einen Biss von einem Steinbutt haben (oder es glauben), warten Sie mit dem Anhieb ca. eine halbe Minute, bis er den Köder geschluckt hat.
Beste Fangzeit: Mai und Herbstmonate
Küchentipp / Zubereitung: Das Fleisch des Steinbutt ist weiß und fest, leicht verdaulich und gilt nach der Seezunge als der feinste Fisch, für den es viele Rezepte gibt.
Weitere Informationen: Der erste Plattfisch, der gezielt gezüchtet wird. In Deutschland wird der Steinbutt z.B. von einer Firma in Büsum in einer Halle mit zig Becken gezüchtet.
Ein (kleinerer) Verwandter des Steinbutt ist der Glattbutt, durch die gleiche Laichzeit kann es zu Mischlingen kommen, die selber fortplanzungsfähig sind. Unterscheidungsmerkmal sind die beim Glattbutt vorhandenen Schuppen, während der Steinbutt keine Schuppen hat und dafür knöcherne Hautverdickungen besitzt.

Wels

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Wesentlichste Merkmale: Langer, sich verjüngenden Körper; Färbung variiert, meist jedoch bräunlich mamoriert mit heller Bauchseite; breiter, flacher Kopf mit weitem Maul, besetzt mit vielen kleinen Zähnen; zwei lange Bartfäden am Oberkiefer, 4 kürzere an der Unterlippe; lange und bis zur Schwanzflosse reichende Afterflosse; kleine und relativ weit vorne sitzende Rückenflosse; schleimige und schuppenlose Haut; sehr kleine Augen.
Lebensräume: Der (europäische) Wels kommt in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas, im Brackwasser der Ostsee und im Schwarzen Meer vor. Die bekannten Welsvorkommen in Spanien sind (illegaler) Besatz, dort kam er nie natürlich vor. Angeblich kommt der erste Besatz von Roland Lorkowski (Profi-Blinker) - eine heute nicht mehr genau zu überprüfende Legende.
Lebensweise: Der Wels bewohnt bevorzugt große, warme Seen und tiefe, langsam fließende Flüsse mit weichem Bodensubstrat. Er ist ein ausgesprochen dämmerungs- und nachtaktiver, bodenorientierter Raubfisch, der sich tagsüber in Verstecken am Grund aufhält. Sie leben mit Vorliebe im tiefen Wasser, unter Wehren, in Bodenlöchern oder versteckt im Wurzelgeflecht alter Bäume. Sie werden auch in Fischteichen gehalten. Im Winter ziehen sich die Welse in größere Tiefen zurück, wo sie die kalte Jahreszeit inaktiv überdauern.
Nahrung: Er ernährt sich von Würmern, Schnecken, Insekten, Krebsen und Fischen sowie mit zunehmender Größe auch von Fröschen, Mäusen, Ratten und Vögeln.
Größe: Durchschnittsgrößen liegen bei 100 bis 150 cm, die Gewichte betragen dann ca. 15 kg; Längen bis 5 m oder Gewichte bis zu 300 kg sind möglich (in Osteuropa); in Deutschland beträgt das bisheriges “Rekordgewicht” 82 kg.
Alter: über 50 Jahre möglich
Laichzeit: Die Laichzeit fällt in die Zeit von Mai - Juni bei Temperaturen von mindestens 18 ° C. An flachen, pflanzenbewachsenen Uferbereichen wird eine Art "Nest" angelegt. In dieses werden die ca. 2 - 3 mm großen, klebrigen Eier (ca. 30.000/kg Körpergewicht, bis zu 500.000 Eier) abgelegt. Das Gelege wird anschließend vom Männchen bewacht und gepflegt. Die Brut, sie schlüpft nach ca. 3 Wochen, ernährt sich in der ersten Zeit von Bodenorganismen. Die jungen Welse werden mit drei bis 5 Jahren geschlechtsreif.
Geeignete Angelmethode(n): Grundangeln, treibende Pose, Spinnfischen
Geräteempfehlung: kurze und starke Ruten, Multirolle (300m 0,60er Schnurfassung), Schnur von 0,60mm (monofil) bzw. 35 kg Tragkraft (geflochten) und monofiles Vorfach 0,50mm, stabilste dicke Einzelhaken (5/0 bis 10/0) und Karabiner
Empfohlene Köder: Köderfisch, Fischfetzen, Wurmbündel, diverse Kunstköder (hauptsächlich Gummifisch)
Fangtipp: Der Wels verrät sich nur sehr selten durch schwimmen an der Oberfläche, meist müssen die fängigen Stellen mühsam gefunden werden. Aussichtsreich sind Bereiche mit tiefen Stellen, auch wenn diese “Löcher” nicht sehr groß sind. In Talsperren sind die alten Bachläufe immer einen Anlauf wert. In größeren Flüssen sind die Kessel an Buhnen und hier vor allem die ersten beiden Buhnen, aus der Strömungsrichtung gesehen, Tipps für Welsstellen. Ansonsten sind Warmwassereinläufe von Kraftwerken fast Garanten für größere Welse - hier findet sich nämlich ausreichend Futter für den Waller.
Obwohl der Wels oft am Grund nach Nahrung sucht und auch ein Nachträuber ist, werden dies recht oft tagsüber und im Freiwasser gefangen. Die alte Regel auf Waller “nachts auf Grund” ist zwar nicht falsch, aber man fängt Welse eben auch abseits dieser Regel.
Beste Fangzeit: April/Mai und August/September
Küchentipp / Zubereitung: Es handelt sich um einen wichtigen Nutzfisch, mit dessen künstlicher Aufzucht in verschiedenen Ländern begonnen wurde. Sein Fleisch ist von guter Qualität, doch ist es bei über 10 kg schweren Exemplaren ziemlich fettig. Ein besonderer Leckerbissen ist geräucherter Wels.
Im Handel angebotener Wels ist meistens der “Afrikanische Wels” - Clarias gariepinus - gezüchtet in den Niederlanden, seltener auch der “Amerikanische (Katzen-)wels”.
Weitere Informationen: Wie beim Aal auch ranken sich um den Wels die verrücktesten Gerüchte. Definitiv falsch ist, dass der Wels elektrische Schläge austeilen kann. Auch von verschlungenen Hunden (Gruß an den publicytüchtigen Gastwirt nach Mönchengladbach und die BLÖD-Zeitung) ist seriös nichts bekannt.
Richtig ist, dass der Wels mit den Barteln die Beute aufspürt. Er jagt hauptsächlich am Grund und spürt mit diesen Beute in den teilweise schlammigen Untergründen auf. Mit den empfindlichen Barteln registriert er kaum meßbare elektrische Felder der Beutetiere und kann diese so gezielt orten und aufspüren.

Zander

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Wesentlichste Merkmale: Rücken grau-grünlich, hellere Flanken mit dunkleren Querstreifen, geblicher Bauch; zwei, voneinander getrennte, Rückenflossen, die vordere mit Stachelstrahlen; spitze Schnauze mit endständigem Maul, viele kleine Zähnen und zwei Paar größere, so genannte Hundszähne.
Lebensräume: Die ursprüngliche Heimat des Zanders ist der Osten und Norden Europas. Besonders in Rußland spielt der Zander für die Fischversorgung eine große Rolle. Durch Zuchtversuche und den Einsatz von Jungfischen in andere Gewässer ist der Zander mittlerweile in ganz Mitteleuropa verbreitet. Man findet ihn auch in salzarmen Teilen der Ostsee, im sogenannten Haff („Haff-Zander“). Außerdem ist der Zander vom Aralsee über das Schwarze Meer bis in die oberen Teile der Donau sowie im ungarischen Balatonsee zu finden. In Nordeuropa ist er auch in einigen Regionen Finnlands und Schwedens heimisch. Zum Teil wird Zander auch in Teichanlagen gezüchtet.In Nordamerika gibt es den Walleye stizostedion vitreum - ein naher Verwander des Zander.
Lebensweise: Der Zander bevorzugt große Flüsse und Seen mit hartem, sandigen Grund und planktontrübem Wasser. Er ist ein Fisch der Freiwasserzone (Pelagial), der sich nur selten in ufernahen Flachwasserbereichen oder in pflanzenreichen Regionen aufhält. Der Zander ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Fisch, der sich tagsüber in größeren Wassertiefen versteckt.
Nahrung: Er ist ein ausgesprochener Raubfisch, der sich vorwiegend von Ukelei, kleinen Rotaugen und Barschen ernährt, der aber auch Angehörige der eigenen Art nicht verschmäht. In der Jugend tierisches Plankton und Fischbrut.
Größe: Die Durchschnittsgrößen liegen bei 40 bis 70 cm, unter idealen Lebensbedingungen kann er bis 130 cm lang und über 15 kg schwer werden.
Alter: ungefähr 15 Jahre
Laichzeit: Die Laichzeit fällt in die Zeit von April - Juni, bei Wassertemperaturen von 12 - 15 °C. In 0,5 - 3 m Wassertiefe mit hartem Untergrund und Wurzelwerk wird eine Art "Nest" angelegt (säubern des Laichplatzes), das gegenüber Artgenossen verteidigt wird. Hier werden die ca. 1,5 mm großen, klebrigen Eier (150.000 - 200.000/kg Körpergewicht) abgelegt. Das Gelege wird bis zum Schlupf der Jungen vom Männchen bewacht.
Geeignete Angelmethode(n): Spinnfischen, bedingt auch Grundangeln mit Köderfisch
Geräteempfehlung: 3,3 bis 3,6 m lange Karpfenruten mit durchgehender Aktion und einer Testkurve von 1 1/2 lb. (0,7 kg), geflochtene Schnur in grau mit einer Tragkraft von ca. 6 bis 8 kg ist ausreichend.
empfohlene Köder: Köderfisch (auch am System), Fischfetzen, Shad, Twister
Fangtipp: Zander stehen oft in kleinen Schwärmen zusammen, so dass dort wo ein Zander ist, ganz sicher noch weitere lauern. Gute Fangstellen in Fließgewässern sind Vertiefungen an Buhnenkesseln, Absätze an Steinschüttungen, Spundwände und Strömungskanten. In Seen sind Sandbänke, Unterwasserberge, Bäume und Felskanten heiße Stellen. Gute Fangchancen hat man in Elbe, Oder, Rhein, aber auch an Donau oder Weser.
Beste Fangzeit: Juni bis Oktober, fangbar aber das ganze Jahr über
Küchentipp / Zubereitung: keine, Zander sollten zurückgesetzt werden
Weitere Informationen: Der Zander ist in Europa der größte Süßwasserfisch unter den Barschen. Sein Körper ist für eine rasche Fortbewegung in verschiedenen Wasserschichten ideal gebaut. Die in kleinen Schwärmen lebenden Zander halten sich im Gegensatz zum Hecht weiter weg vom Ufer auf. Er gehört zu den wertvollsten und wirtschaftlich wichtigsten europäischen Süßwasserfischen. Zander können nachts hervorragend sehen, dank einer reflektierenden Pigmentschicht im Auge (Glasauge) findet er die Beute auch bei sehr schwachen Licht. In einigen Gegenden wird der Zander auch “Hechtbarsch” genannt, obwohl beide in dieser Bezeichnung genannten Arten nichts mit dem Zander zu tun haben, Kreuzungen gibt es nicht. Im Ausland wird er teilweise auch so genannt, so in England (Pike-Perch) oder Holland (Snoekbaars) - beides heißt übersetzt eben “Hechtbarsch”.
Der Zander ist mittlerweile bedeutend häufiger als der Hecht anzutreffen. Das liegt aber weniger an Gewässerverbauung und -verschmutzung, auch nicht an einem fehlenden Nahrungsangebot (Hecht und Zander sind Nahrungskonkurrenten), sondern an der Unart, dass in Deutschland seit Jahrzehnten jeder maßige Hecht abgeschlagen wird. Wenn sich das beim derzeitigem Zander-Hype (“Zanderkant” und ähnlicher medial gepuschter Blödsinn) fortsetzt, wird es in 10 Jahren dann eben auch keine Zander mehr geben - denkt mal nach!

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